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Kinder-Tauchen

Ein Spaß für die ganze Familie! - Oder unverantwortlicher Blödsinn?

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

Fast alle Ausbildungsorganisationen haben in ihren Richtlinien für die Ausbildung das Einstiegsalter auf 8 Jahre gesenkt. Ist dies nun eine Anpassung an die neuesten Erkenntnisse der Forschung auf dem Gebiet der Tauchmedizin, oder eine Reaktion auf einen abnehmenden Markt?

Unbestritten ist sicherlich, dass Kinder ab dem angesprochenen Alter, Dank ihrer noch vorhandenen kindlichen Sorglosigkeit, die einzelnen Übungen in einer meist kürzeren Zeit erlernen als mancher Erwachsener. Auch die notwendigen theoretischen Kenntnisse können, wenn sie für Kinder aufbereitet wurden, in den meisten Fällen, in einem ausreichendem Maß vermittelt und verstanden werden.
Soweit so gut.
Was aber ist in der Praxis?
Wie sind die Auswirkungen von Tauchunfällen bei Kindern? - Panikreaktionen?

Unfälle beim Sporttauchen sind, Gott sei Dank, recht selten geworden, nichts desto Trotz kann man die Auswirkungen von Dekompressionsschäden oder Barotraumata bei Kindern nicht hoch genug einschätzen.
Ein Lungenriss bei einem Kind kann die Lunge derart schädigen, dass das Kind für sein ganzes Leben behindert sein wird. Auch Dekompressionsschäden und sei es „nur" in den Gelenken führen zu bleibenden Schäden in dem noch nicht voll entwickelten Bewegungsapparat. Die Auswirkungen im Bereich des Zentralen-Nerven-Systems wollen wir gar nicht erst ausmalen.
Eine strikte Tiefenbegrenzung für Kinder kann zwar die Wahrscheinlichkeit eines Dekompressionsschadens auf ein Minimum reduzieren, die Gefahr von Barotraumata ist aber gerade in diesen geringen Tiefen am größten.

Dieser Gefahr versucht man zu begegnen, indem die Taucherlaubnis auf Tauchgänge in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder eines Tauchlehrers begrenzt ist. Sicherlich, ein Tauchlehrer ist auf die rechtzeitige Erkennung von Gefahren- und Paniksituationen geschult und kann so eine Gefahr rechtzeitig abwenden. Auch ein Elternteil, das sein Kind genau kennt wird Fehlreaktionen vorbeugen können und so die Gefahren für das Kind auf ein erträgliches Maß reduzieren.
Also Kindertauchen kein Problem!?
Vordergründig kann man sicherlich keine Gründe finden, die unter Berücksichtigung  der Einschränkungen das Tauchen von Kindern verbietet.
Betrachtet man aber die Tauchausbildung in allen Organisationen, so kann man feststellen, dass der Überwiegende Teil der Bewältigung von Problemen und Notfällen gewidmet ist.
Notfälle können aber auch den Tauchpartner eines Kindes betreffen. In dieser Situation müsste dann das Kind die entsprechende Hilfeleistung geben. Hier ist aber schon mancher Erwachsene hoffnungslos überfordert. Schlimm für den Tauchpartner, wenn nicht sogar tödlich. Jeder, der schon mal einen Unfall mit schweren Folgen für Angehörige miterlebt hat, weiß welche Selbstvorwürfe man sich macht, nach dem Motto „hätte ich nur...". Wie schwer müssen da die Auswirkungen bei einem Kind sein, dass einem Elternteil nicht helfen konnte. Die Auswirkungen wären katastrophal!
Um diese Auswirkungen zu minimieren muss sichergestellt werden, dass das Kind keine eigene Buddy-Funktion hat. Gegen ein Mittauchen in einer Gruppe in der der begleitende Elternteil einen anderen vollwertigen Buddy hat, ist sicherlich nichts einzuwenden. Aber dies sollte auch das absolute Muss sein um langwierige psychische Schäden vom Kind abzuwenden.

Sicherlich eine interessante Aufgabe für Vereine und verantwortungsbewusste Tauchbasen

 

Baludiving  | andreas@baludiving.de